Die Zykluszeit bezeichnet den Zeitraum, den ein Prozess benötigt, um eine Produktionseinheit abzuschließen. Bei Tork Mekatronik streben wir kontinuierlich danach, die Produktivität zu steigern und die Zykluszeit in unseren Fertigungsprozessen zu reduzieren. In diesem Artikel erläutern wir unseren Prozess zur Verbesserung der Zykluszeit und teilen ein erfolgreiches Projekt mit einer Lasermarkierungsstation.

Analyse des aktuellen Zustands

Bevor wir mit der Verbesserung der Zykluszeit beginnen, führen wir eine gründliche Analyse des aktuellen Zustands durch. Dies umfasst die Aufzeichnung aller Schritte und Zeiten im Produktionsprozess. Die Analyse des aktuellen Zustands ist entscheidend, um Verbesserungspotenziale zu identifizieren.

Komponenten der Zykluszeit

Die Zykluszeit umfasst die Maschinenzeit und die Ausfallzeiten. Eine detaillierte Analyse beider Komponenten ist notwendig, um die gesamte Zykluszeit zu optimieren.

Analyse der Maschinenzeit
Die Maschinenzeit umfasst die automatischen Abläufe im Produktionsprozess. Bei Tork Mekatronik verwenden wir unsere Methode, um die Maschinenzeit mit millisekundengenauer Präzision zu überwachen. Diese Methode ermöglicht es uns, Maschinenzeiten mit außergewöhnlicher Genauigkeit zu messen und zu analysieren. Wir verwenden Gantt-Diagramme, um diese Zeiten visuell zu planen und zu verfolgen. Gantt-Diagramme liefern wichtige Informationen zur Optimierung der Maschinennutzung und Minimierung von Verzögerungen.

Identifizierung verlorener Zeit

Nach der detaillierten Analyse der Maschinenzeiten identifizieren wir verlorene Zeit. Verlorene Zeit umfasst Verzögerungen, Wartezeiten oder unnötige Abläufe, die die Effizienz verringern. Wir arbeiten sorgfältig daran, diese Ineffizienzen zu beseitigen.

Entwicklung von Verbesserungsprojekten

Wir entwickeln verschiedene Verbesserungsprojekte, um die identifizierte verlorene Zeit zu beseitigen. Diese Projekte können Prozessverbesserungen, Automatisierung, Neugestaltung des Arbeitsablaufs und Software-Optimierungen umfassen. Jedes Projekt zielt auf spezifische Quellen verlorener Zeit ab und soll die Produktionseffizienz steigern.

Fallstudie: Verbesserung der Zykluszeit bei einer Lasermarkierungsstation

Projektbeginn
Unser Kunde betrieb Produktionslinien mit Lasermarkierungsstationen und einer jährlichen Produktionsmenge von 2.000.000 Einheiten. Diese Stationen arbeiteten mit unterschiedlichen Zeiten, abhängig von der Position des Produkts, und waren Engpässe in beiden Linien. Die vorhergehenden Maschinen hatten kürzere Zykluszeiten.

Ursprünglich bat der Kunde uns, zwei zusätzliche Lasermarkierungsstationen für die bestehenden zwei Linien zu installieren. Tork Mekatronik schlug jedoch vor, die Zykluszeit der vorhandenen Stationen zu verbessern. Der Kunde nahm diesen Vorschlag an und wir begannen mit dem Projekt.

Analyse des aktuellen Zustands
Zunächst analysierten wir den aktuellen Zustand der Lasermarkierungsstationen. Wir maßen sorgfältig die Maschinenzeiten für beide Linien, indem wir unsere Methode zur Kontrolle der Maschinenzeiten mit millisekundengenauer Präzision anwandten und Gantt-Diagramme zur visuellen Analyse verwendeten.

Identifizierung verlorener Zeit
Die Analyse zeigte verschiedene Quellen verlorener Zeit bei den Lasermarkierungsstationen, darunter Zentrierverzögerungen, Vorbereitungszeit für Data-Matrix-Codes und Stopperverzögerungen. Wir optimierten die Gesamtzeit insbesondere durch Überlappung der Vorbereitungszeit für Data-Matrix-Codes mit dem Zentrierprozess.

Entwicklung von Verbesserungsprojekten
Um die verlorene Zeit zu beseitigen, entwickelten wir mehrere Verbesserungsprojekte. Zunächst reorganisierten wir den Arbeitsablauf, um Wartezeiten zu reduzieren und das Automatisierungsniveau zu erhöhen. Wir minimierten auch die Maschinenrüstzeiten durch Software-Optimierungen und integrierten präzisere und schnellere Positionierungssysteme. Außerdem optimierten wir die Gesamtzeit, indem wir die Vorbereitungszeit für Data-Matrix-Codes mit dem Zentrierprozess überlappten.

Ergebnisse und Vorteile
Die Verbesserungen führten zu einer Reduzierung der Zykluszeit bei den Lasermarkierungsstationen um 25%, von 19 Sekunden auf 14 Sekunden. Diese Verbesserung steigerte die Gesamteffizienz der Produktionslinie und beseitigte Engpässe, was zu einem reibungsloseren Produktionsprozess führte. Der Kunde erzielte folgende Vorteile:

  1. Einsparung von Investitionskosten: Der Kunde vermied eine potenzielle Kostensteigerung von 95%, indem er nicht in neue Lasermarkierungsstationen investierte.
  2. Zeiteinsparung: Die Wartezeit von 10-12 Wochen für die Produktion neuer Maschinen entfiel.
  3. Steigerung der Effizienz: Engpässe wurden beseitigt, was zu einem reibungsloseren und effizienteren Produktionsprozess führte.
  4. Kostenreduktion: Verbesserte Zykluszeiten führten zu niedrigeren Produktionskosten.
  5. Kundenzufriedenheit: Ein schnellerer und effizienterer Produktionsprozess steigerte die Kundenzufriedenheit.

Fazit

Die Verbesserung der Zykluszeit ist entscheidend für die Steigerung der Produktivität und die Senkung der Kosten in Produktionsprozessen. Bei Tork Mekatronik optimieren wir die Zykluszeiten durch detaillierte Analysen und Verbesserungsprojekte und bieten unseren Kunden schnellere und effizientere Fertigungslösungen. Durch die Kontrolle der Maschinenzeiten mit millisekundengenauer Präzision mittels unserer Methoden maximieren wir kontinuierlich die Effizienz unserer Produktionsprozesse.

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